Safaga (Ägypten) Januar 2008
Ende 2007 war es einmal wieder soweit, drei Männer, ein Auftrag. Die Mission war klar: ab an´s Rote Meer nach Ägypten. Teilnehmer: Sven Mundt, Sven Haber und Michael Grüne.
Einige Wochen später: Landung spät abends am 19.01.2008 bei eisigen Temperaturen in Hurghada (Ägypten), im Anschluss die Übergabe unserer Spezialausrüstung durch die ägyptischen Behörden.
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Dann kam der Aufruf unseres Kontaktmannes vor Ort: "Neckermaaaan, Buuucher, Safaga". Der große, gut gekleidete, aber dennoch unauffällig (weil einheimisch) wirkende Herr verwies uns diskret auf den "Reisebustermnal" wo wir unseren zweistelligen Code für die Weiterreise in Empfang nehmen sollten. "24" sagte er, also gingen wir zu Bus Nr. 24. Der Fahrer jagte durch die nächtliche Wüstenlandschaft, eine Stunde später hatten wir unser erstes Missionsziel erreicht: rosarote All-Inklusive-Bändchen am rechten Handgelenk, unsere Eintrittskarte in den kulinarischen Himmel.
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Am nächsten Morgen gingen wir dann zur Basis. Da die Boote schon ausgelaufen waren, checkten wir zunächst in aller Ruhe ein und verbanden den obligatorischen Checkdive direkt mit einem gemütlichen Einstiegstauchgang am Hausriff.
Am zweiten Tag ging es dann endlich mit den Bootstouren los.
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Wir begannen mit einem Drifttauchgang bei "Ras Abu Soma" und ließen uns in 20-25 m Tiefe mit dem Riff auf der rechten Schulter südwärts treiben. Am Ende des Tauchgangs erreichten wir dann den Ankerplatz auf einem vor der Strömung geschützten Korallenplateau.Nach einem kräftigen schwarzen Tee und einem ausgedehnten Mittagessen ging es dann zum nächsten Tauchplatz: "Tobia Arba". Hierbei handelt es sich um sieben riesige Säulen (genau genommen vier, von denen sich drei Säulen kurz unter der Oberfläche gabeln). Tintenfische und große Barsche machten den Tauchgang zu einem Erlebnis.
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Am zweiten Tag stand ein besonderes Highlight an. Gegen sechs Uhr mussten wir hierfür bereits auf dem Boot sein. Das erste Ziel war die "Salem Express", ein Pilgerschiff, das 1991 auf dem Rückweg von Mekka auf ein Riff auflief und kurze Zeit später sank. Da viele Ägypter ihr Leben auf dem Pilgerschiff ließen, galt es hier, mit besonderem Respekt zu tauchen. Das Boot liegt auf der Steuerbordseite, der Bug ist mit 31 Metern die tiefste Stelle. Wir ließen uns zunächst am Heck des Schiffs vorbei an dem Aufbauten auf 25 Meter fallen und blickten am nun seknkrecht liegenden Oberdeck entlang. Auf dem Grund waren noch die Rettungsboote und die Habseligkeiten der Passagiere zu erkennen. Wir tauchten Richtung Bug an der Brücke, dem Mast und den Schornsteinen vorbei. Am Bug angekommen stiegen wir langsam über die Bugspitze auf die Backbordseite, die jetzt nach oben zeigt. Der Rückweg zum Ankerseil gewährte uns von außen Einblicke in die Kabinen, was gemischte Gefühle verursachte. Wir beendeten den Tauchgang an der Schiffsschraube und tauchten von dort aus am Boot auf.
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Für die beiden weiteren Tauchgänge des Tages fuhren wir das Middle Reef an, dessen Südostseite ein wunderbares Labyrinth ist , das aus zahlreichen Grotten, Höhlen und Lichtungen besteht. Da die maximale Tiefe hier nur zwölf Meter betrug, tauchten wir hier über ein Stunde lang. Beim zweiten Tauchgang erkundeten wir die Südwestseite.
Der dritte Tauchtag bestand aus zwei Tauchgängen am bekannten Pamorama Reef. Der erste Tauchgang führte uns, die Riffkante an der linken Schulter, entlang auf das auf bis zu 30 Meter tiefe Plateau mit Korallengarten. Auf dem Rückweg machten wir einen ausgedehnten Stopp an der

Anemonenstraße, die von 5 Metern Tiefe bis zu 15 Meter tief reicht. Auf dem zweiten Tauchgang tauchten wir mit tiefem Blau unter uns, die Riffflanke rechte Schulter Richtung Westen, wo es einen dicken Napoleon zu sehen gab.
Abu Kaffan hieß der Spot am nächsten Tag. Hier gab es Riesenmuränen und eine Seeschlange zu sehen.
Am letzten Tag stand Shab Saiman auf dem Programm. Dieser Tauchplatz kann nur bei optimalen Wetterver-hältnissen angefahren werden und ist deshalb noch am wenigsten berührt. Nachdem wir die letzten zehn Tauchgänge allein gemacht hatten, führte Hany von der Basis "Paradise Divers" die Gruppe diesmal durch das einzigartige Riff. Am Ende des Tauchgangs hieß es wie immer "Sicherheitsstopp, 3 Minuten auf 5 Metern". Plötzlich Aufruhr! Ein Walhai! Dieser Riese, der fünf Minuten lang mit uns tauchte, war der krönende Abschluss der Tauchurlaubs.


Nach zwei Tagen Strandurlaub traten wir die Heimreise an und waren überwältig von den Erlebnissen unter Wasser. Auch über Wasser hatten wir Dank einer lustigen Gruppe aus Leipzig unheimlich viel Spaß!

Sven Mundt
Sven Haber
Michael Grüne